» DER VORLETZTE WILLE DES MENSCHEN IST MEISTENS DER,
DEN LETZTEN MÖGLICHST WEIT HINAUS ZU SCHIEBEN. «
Kompetenzzentrum Erbrecht.

Kompetenzzentrum Erbrecht

 – Beratung durch Fachanwälte für Erbrecht –

RA Dr. Sebastian Trappe ist seit 2012 Fachanwalt für Erbrecht, RA Dr. Pierre Plottek ist seit 2015 Fachanwalt für Erbrecht. Als Fachanwälte für Erbrecht decken wir alle Bereiche rund um das Thema Erben und Vererben ab. Die typischen Beratungsleistungen haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

Die Erbengemeinschaft

Gemeinsam erben kann Probleme bringen. Und so mancher fragt sich, warum es so häufig Streit innerhalb einer Erbengemeinschaft gibt. Eine Erbengemeinschaft entsteht häufig, wenn der Verstorbene kein Testament errichtet hat und er von einer Mehrzahl gesetzlicher Erben im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge beerbt wird. So sind eine Vielzahl von Konstellationen denkbar, in denen Konflikte zwischen den Miterben vorprogrammiert sind:

  • Erbengemeinschaften aus Ehepartner und Kindern
  • Erbengemeinschaften aus Ehepartner, ehelichen und nicht ehelichen Kindern
  • Erbengemeinschaften aus Ehepartner, den gemeinsamen Kindern und denen aus der 1. Ehe
  • Erbengemeinschaften aus Ehepartner und Eltern
  • Erbengemeinschaften aus Ehepartner, Elternteil und Geschwistern
  • Erbengemeinschaften aus ehelichen und nicht ehelichen Kindern
  • Erbengemeinschaften aus Kindern der 1. und der 2. Ehe
  • Erbengemeinschaften aus untereinander zerstrittenen Kinder

Die (Mit-)Erben sind gezwungen, sich über die Aufteilung des Nachlasses untereinander zu einigen. Ein Nachlass besteht aber selten nur aus Geldvermögen, das problemlos untereinander aufgeteilt werden kann. Stattdessen finden sich in aller Regel eine Vielzahl unteilbarer Vermögenswerte wie Immobilien, Hausrat, Kunst und Schmuck oder PKW im Nachlass wieder, über deren Aufteilung und Nutzung bis zur Teilung sich die Miterben einigen müssen. Können sich die Miterben nicht einigen, ist Streit vorprogrammiert. Wir beraten und vertreten Erben, im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Nachlassteilung.

Leistungen der Nachlassteilung

  • Aufklärung und Inventarisierung des Nachlasses
  • Prüfung von Ausgleichungspflichten wegen lebzeitiger Vorempfänge
  • Prüfung von Pflichtteilsergänzungsansprüchen
  • Einholung von Wertgutachten
  • Einleitung von Zwangsversteigerungsverfahren
  • Erstellung von Erbauseinandersetzungsvereinbarungen

Erbenhaftung

Als Gesamtrechtsnachfolger übernimmt ein Erbe auch die Schulden des Erblassers und muss für diese sowohl mit dem Nachlass als auch mit seinem Eigenvermögen einstehen (§ 1967 Abs. 1 BGB). Der Erbe hat aber die Möglichkeit, die Haftung für Verbindlichkeiten des Erblassers auf den Nachlass zu beschränken. Das heißt: Das Eigenvermögen, das bereits vor dem Erbfall vorhanden war, steht etwaigen Nachlassgläubigern nicht mehr zur Verfügung, um ihre Forderungen zu befriedigen.

Das Gesetz sieht unterschiedliche Möglichkeiten vor, diese  Haftungsbeschränkung herbeizuführen. Um nicht Gefahr zu laufen, diese Möglichkeiten ungenutzt zu lassen oder gar endgültig die Möglichkeit der Haftungsbeschränkung zu verlieren und unbeschränkt auch mit dem Eigenvermögen zu haften, ist eine anwaltliche Beratung durch einen Fachanwalt für Erbrecht im Falle der Erbenhaftung dringend anzuraten, wenn man als Erbe von Nachlassgläubigern in Anspruch genommen wird.
Wir prüfen für Sie, ob geltend gemachte Forderungen gegen den Nachlass berechtigt sind und sorgen für die notwendigen Schritte, um die Haftung auf den Nachlass zu beschränken.

Pflichtteilsanspruch

Immer wieder kommt es vor, dass ein Erblasser – aus welchen Gründen auch immer – nahe Familienangehörige durch ein Testament oder einen Erbvertrag von der gesetzlichen Erbfolge ausschließt. In diesen Fällen stellt sich immer die Frage nach dem „Pflichtteil“.

Der Pflichtteil soll nahen Angehörigen des Verstorbenen zumindest eine finanzielle Mindestbeteiligung am Nachlass sichern, für den Fall, dass sie durch Verfügung von Todes wegen von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, „enterbt“ werden.

Der Pflichtteilsanspruch besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Es handelt sich um einen Anspruch, der ausschließlich auf die Zahlung einer bestimmten Geldsumme gerichtet ist. Der Pflichtteilsberechtigte kann also von dem oder den Erben nicht verlangen, dass er bestimmte Nachlassgegenstände aus dem Nachlass erhält. Umgekehrt können aber auch die Erben den Pflichtteilsberechtigten nicht ohne dessen Einwilligung anstelle von Geld einen Gegenstand aus dem Nachlass überlassen, um dessen Anspruch zu befriedigen.

Ordentlicher Pflichtteil und Pflichtteilsergänzung

Das Gesetz unterscheidet zwischen dem „ordentlichen Pflichtteilsanspruch“, der aus dem Wert des zum Zeitpunkt des Erbfalls vorhandenen Nachlass berechnet wird und dem sog. „Pflichtteilsergänzungsanspruch“, der relevant wird, wenn der Erblasser innerhalb von zehn Jahren vor seinem Tod ergänzungspflichtige Schenkungen gemacht hat.

Pflichtteilsberechtigt sind nur die Nachkommen des Erblassers (Kinder, Enkel, Urenkel), seine Eltern und sein Ehegatte. Die Eltern sind nur dann pflichtteilsberechtigt, wenn der Erblasser kinderlos verstirbt. Enkelkinder des Erblassers sind ausnahmsweise dann pflichtteilsberechtigt, wenn der Elternteil, der vom Erblasser abstammt, vorverstorben ist.
Familienangehörigen, die von der Erbfolge ausgeschlossen wurden, stellen sich etliche Fragen, die wir gern in einer persönlichen Beratung klären:

Häufige Fragen zum Pflichteilsanspruch

  • Wer ist pflichtteilsberechtigt?
  • Wie hoch ist die Pflichtteilsquote?
  • Wie berechnet man die Höhe des Pflichtteils-und Pflichtteilsergänzungsanspruchs?
  • Wie ist der Nachlass zu bewerten?
  • Zu welchem Stichtag ist der Nachlass bei der Berechnung von Pflichtteilsansprüchen zu bewerten?
  • Was versteht man unter dem so genannten „Aktivnachlass“?
  • Welche Positionen sind als Nachlassverbindlichkeiten bei der Ermittlung des Aktivnachlasses abzugsfähig?
  • Welche Bedeutung hat die 10-Jahres-Frist für die Ermittlung von Pflichtteil Ergänzungsansprüchen?
  • Gibt es Ausnahmen für die von der 10-Jahres-Frist bei der Berechnung von Pflichtteilsergänzungsansprüchen?
  • Wie berechnet man die Abschmelzung nach der so genannten „Pro-rata-Regelung“?
  • Welche Möglichkeiten bestehen, den Pflichtteils-und Pflichtteilsergänzungsanspruch durchzusetzen?
  • Welche Verjährungsfristen gelten für die Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen?
  • Welche Auswirkungen haben Schenkungen, die der Pflichtteilsberechtigte von dem Erblasser erhalten hat?

Erbscheinverfahren

Mit einem Erbfall geht das Vermögen (die Erbschaft) unmittelbar auf den oder die Erben über. Um sich im Rechtsverkehr als Erbe legitimieren zu können, benötigt der Erbe in der Regel einen Erbschein. Mit dem Erbschein stellt das Nachlassgericht ein Zeugnis über die erbrechtlichen Verhältnisse zur Verwendung im Rechtsverkehr aus. Unter Umständen braucht man keinen Erbschein, wenn man eine notarielle Verfügung von Todes wegen zusammen mit dem Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts vorlegen kann.

Für die Erteilung eines Erbscheins ist das Amtsgericht Bochum als Nachlassgericht zuständig. Örtlich ist grundsätzlich das Amtsgericht zuständig, in dessen Bezirk der Erblasser zur Zeit des Erbfalles seinen Wohnsitz hatte.

Ein Erbschein wird nur auf Antrag erteilt. Wenn Sie einen Erbschein beantragen,  ist es zweckmäßig, den Antrag wegen der erforderlichen Versicherung an Eides Statt bei einem Amtsgericht oder einer Notarin/einem Notar beurkunden zu lassen. Weitere Angaben sind durch öffentliche Urkunden (Vorlage des Testamentes, Sterbeurkunde, Geburtsurkunden u.a.m.) nachzuweisen. Vor der Antragstellung ist deshalb eine Rückfrage bei dem Nachlassgericht oder bei der Notarin/ dem Notar zu empfehlen. Der Erbschein wird erteilt, wenn das Nachlassgericht die zur Begründung des Antrags erforderlichen Tatsachen für festgestellt erachtet.

Gibt es mehrere potentielle Erben, die unterschiedlicher Auffassung darüber sind, wer oder zu welchen Quoten jemand einen Erblasser beerbt hat, kann es zu einem streitigen Erbscheinsverfahren kommen. Die Verfahrensbeteiligten streiten dann beim Nachlassgericht darüber, ob ein Erbschein entsprechend eines gestellten Erbscheinantrags erteilt werden kann oder nicht. Obwohl das Gesetz nicht zwingend vorschreibt, dass sich die Beteiligten im Erbscheinsverfahren anwaltlich vertreten lassen müssen, ist dies aufgrund der Komplexität der Materie empfehlenswert und dient in der Regel auch der Beschleunigung des Verfahrens, da die beteiligten Anwälte in der Regel darauf hinwirken, das Verfahren durch Stellung passender Anträge zu fördern. Wir werden hier gern für Sie tätig.

Unternehmensnachfolge

Die – rechtzeitige – Regelung der Unternehmensnachfolge ist für den Fortbestand eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Dies gilt insbesondere für Familienunternehmen, zu denen in Deutschland mehr als 90 Prozent aller Unternehmen zählen (Quelle: de.statista.com). Ob und wie Vermögen ungeschmälert auf die nächste Generation übergehen kann, ob ein Unternehmen nach dem Erbfall weiter bestehen und kann oder aus Liquiditätsmangel in die Insolvenz abzudriften droht, hängt vor allem von den Entscheidungen ab, die von der Unternehmensführung heute getroffen werden. Es sind Entscheidungen, die eine kompetente Beratung mit fundierten rechts-, steuer- und wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen verlangen.
Typische Regelungsziele bei der Unternehmensnachfolgeplanung sind

  • Wirtschaftliche Absicherung der Familie
  • Erhalt und Fortführung des Unternehmens
  • Vermeidung finanzieller Belastungen aus Anlass des Erbfalls

Um diese Ziele erreichen zu können, sorgen wir in der Gestaltungsberatung dafür, dass erbrechtliche und gesellschaftsrechtliche Regelungen aufeinander abgestimmt und auf ihre steuerlichen Folgen geprüft werden. Angesichts der Komplexität eines solchen Prozesses empfehlen wir, mit der Nachlassplanung möglichst frühzeitig zu beginnen.

ÜBER UNS

Wir sind eine Anwaltskanzlei und Steuerberatungssozietät mit Sitz in Bochum. Wir beraten und vertreten unsere Mandanten mit zwei Fachanwälten für Erbrecht und einem Steuerberater vornehmlich im Erb-, Erbschaftsteuer, Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht. Dabei unterstützen wir sie in allen rechtlichen und tatsächlichen Belangen. Sie wollen ein Testament errichten oder eine Stiftung gründen?

Sprechen Sie uns an. Wir schaffen für Sie maßgeschneiderte Lösungen - in jedem Fall.

AKTUELLES

QUICK LINKS

Soldan Website Award 2015 für Kanzlei-Website